Rahmenbedingungen

Auf weltwirtschaftliche Erholung folgt Verunsicherung.

Im Laufe des Berichtsjahres schwächte sich die Weltkonjunktur sukzessive ab. Hatte das Jahr 2010 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 5,1 % noch das vorläufige Ende der zweijährigen Finanz- und Wirtschaftskrise markiert, so waren die Erwartungen für 2011 schon weniger zuversichtlich. Vor allem die hohen Staatsschulden einiger europäischer Länder sowie die enorme Verschuldung der USA trübten die Prognose. Vor diesem Hintergrund erwartete der IWF für 2011 zunächst ein Wachstum von 4,3 %, reduzierte diese Erwartungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Verunsicherung aber im weiteren Jahresverlauf bis auf 4,0 % im September.

In seiner September-Schätzung sieht der IWF für Deutschland ein Wachstum von 2,7 % in 2011. Unter den sieben führenden Industrienationen würde Deutschland damit das höchste Wirtschaftswachstum erzielen. Für den Euroraum prognostiziert der IWF ein Wachstum von 1,6 %. Risiken bergen dort vor allem die Staatsverschuldungen in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien sowie Italien.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Asien bleibt – laut IWF – robust: Die Region soll 2011 um weitere 8,2 % wachsen, getragen von China (9,5 %) und Indien (7,8 %).

Das Wachstum der US-Wirtschaft wird sich nach Schätzungen des IWF 2011 auf 1,5 % belaufen. Vor allem der Abbau privater Schulden in Verbindung mit der anhaltenden Immobilienkrise und der hohen Arbeitslosigkeit dämpft den Konsum, von dem die US-Wirtschaft zu 70 % abhängt.

Instabile Währungsentwicklung.

Zu Beginn des Geschäftsjahres lag der Euro bei 1,37 USD. Nach einem Kursrückgang auf 1,30 USD im Dezember 2010 stieg der Euro kontinuierlich an und erreichte Ende April 2011 seinen Jahreshöchstkurs von 1,48 USD. Danach entwickelte sich der Kurs – aufgrund der Schuldenkrise einiger europäischer Staaten – eher volatil und ging bis Geschäftsjahresende auf 1,35 USD zurück.

Entwicklung des IT-Markts für Retailbanking und Handel.

Die Trends in den zwei Zielbranchen, die für unsere Geschäftsentwicklung von Bedeutung sind, setzten sich im Berichtsjahr fort: Unverändert sind Investitionen in IT für Banken ebenso wie für Handelsunternehmen einer der wichtigsten Hebel für mehr Leistungseffizienz. Erst IT macht es möglich, Kosten zu reduzieren und sich zugleich durch neue Leistungsangebote von der Konkurrenz positiv abzuheben.

Durch die Erweiterung ihrer Filial- und Vertriebsnetze profitieren Banken und Handelsunternehmen aber auch vom volkswirtschaftlichen Wachstum – vor allem in den Schwellenländern – und bauen ihre Geschäftsaktivitäten mit klassischen und etablierten Vertriebskanälen weltweit aus.

Vor diesem Hintergrund nehmen – nach Analysen des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) – die gesamten IT-Investitionen im Banking- sowie im Retail-Sektor in 2011 zu: Hatten die Banken im Jahr 2010 insgesamt 241 Mrd. € und Handelsunternehmen 107 Mrd. € (unterteilt jeweils in die Geschäftsarten Hardware, Hardware Maintenance, Project Services, Outsourcing (Glossar, Application Software Products und Others) in Informationstechnologien investiert, so sollen die IT-Investitionen in 2011 bei Banken um 2,8 % auf knapp 248 Mrd. € und im Handel um 0,7 % auf etwa 108 Mrd. € steigen.

IT-Ausgaben im Banking-Sektor.in Mrd. €

IT-Ausgaben im Banking-Sektor (Balkendiagramm)

IT-Ausgaben im Retail-Sektor.in Mrd. €

IT-Ausgaben im Retail-Sektor (Balkendiagramm)
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