Forschung und Entwicklung: mit Innovationskraft Mehrwert schaffen

Forschungs- und Entwicklungsziel von Wincor Nixdorf ist es, unseren Kunden mit innovativen Produkten und Lösungen (Glossar einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Deshalb haben wir im Geschäftsjahr 2010/2011 erneut auf hohem Niveau in diesen Bereich – und damit in die Zukunft – investiert. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gingen dabei leicht um 1 % auf 100 Mio. € (2009/2010: 101 Mio. €) zurück. Die F&E-Quote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 % (2009/2010: 4,5 %). Vornehmlich durch Veränderungen im Konsolidierungskreis sank die Zahl der F&E-Beschäftigten bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 785 (2009/2010: 882).

Entwicklung der F&E-Aufwendungen mit integrierter F&E-Quote
in % vom Umsatz.
in Mio. €

Entwicklung der F&E-Aufwendungen mit integrierter F&E-Quote in % vom Umsatz (Balkendiagramm)

Das Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk verfügt im Wesentlichen über Standorte in Deutschland, Österreich, Brasilien, Singapur und China. Im Berichtszeitraum wurden 78 (2009/2010: 88) neue Patente angemeldet. Die Gesamtzahl an aktiven Schutzrechten betrug 1.159 (2009/2010: 1.138).

Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten.

Die F&E-Aktivitäten bei Wincor Nixdorf basieren auf drei Säulen:

  • Fortentwicklung konvergenter Plattformtechnologien für unser Kerngeschäft bei Retailbanken und im Handel sowie in verwandten Anwendungsgebieten,
  • Software als Schlüssel zur Optimierung von durchgängigen Prozessketten im Filialgeschäft der Retailbanken und des Handels sowie
  • kontinuierliche Verbesserung unserer Lösungen hinsichtlich ihrer Gesamtkosten über den Produktlebenszyklus (TCO) in Verbindung mit der Optimierung der Wartungsfreundlichkeit.

Bargeld-Prozesse mit gleicher Basistechnologie.

Mit der Einführung der CINEO-Systemfamilie haben wir Geldautomaten, automatische Kassentresore und Self-Checkout-Systeme (Glossar mit unserer Cash-Recycling-Technologie ausgestattet: Sie stellt eingezahltes Bargeld nach einer Echtheitsprüfung wieder zur Auszahlung bereit. Im abgelaufenen Berichtsjahr lag ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt darauf, unser neues Lösungsangebot für das Cash Cycle Management (Glossar weiter abzurunden.

Zu Beginn des Berichtsjahres erfolgte in Linz, Österreich, die Gründung eines Entwicklungszentrums für Münzverarbeitung. Hier werden Systemkomponenten für die automatisierte Annahme und Verarbeitung von Münzbargeld entwickelt. Mit diesem Schritt erweitern wir unsere bislang auf die Verarbeitung von Geldnoten spezialisierte Technologiebasis.

Für kleinere Handelsfilialen ohne eigenes Kassenbüro haben wir ein Self-Checkout (Glossar-System entwickelt, das Banknoten in Geldkassetten ablegt.

Für unsere beiden Zielbranchen haben wir unser Know-how im Bereich der Bilderkennung weiterentwickelt und in Anwendungen umgesetzt – wie zum Beispiel in einer Lösung für das automatische Scannen von Waren an der Handelskasse (siehe Kapitel Unser Leistungsportfolio). Darüber hinaus setzen wir unser Bilderkennungs-Know-how auch zur Verhinderung von Manipulationsversuchen an Geldautomaten oder an unseren Leergutrücknahmesystemen ein. Eine weitere Anwendung, bei der die Bilderkennung eine wichtige Rolle spielt, sind unsere Cash/Check Deposit Module (CCDM (Glossar) zur Annahme von Bargeld und Schecks. Diese Module haben wir im Berichtsjahr in puncto Verarbeitungsgeschwindigkeit und -qualität weiter verbessert.

Software-Angebot ausgeweitet.

Die Retailbanking Suite haben wir um neue Anwendungen vor allem für bargeldloses Bezahlen erweitert. Neu ist eine Komponente, die Kartentransaktionen an Geldautomaten oder POS (Glossar-Terminals noch sicherer abwickelt. Auch der »NFC-Standard«, der zum Beispiel das Bezahlen mit Mobilfunkgeräten erlaubt, wurde in diese Lösung integriert. Die Entwicklung neuer intelligenter Oberflächen vereinfacht die Nutzerführung an SB-Systemen (Glossar; in der Anmutung entsprechen sie modernen Internet- oder Smartphone-Oberflächen.

Die Retail Suite, unser Software-Portfolio für den Handel, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr um zusätzliche Anwendungen wie eine Lösung für die Personaleinsatzplanung und -steuerung erweitert. Darüber hinaus haben wir eine Software entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Handelsunternehmen zugeschnitten ist.

Geringe TCO durch vorausschauende Entwicklung.

Bei der Entwicklung unserer Produkte und Lösungen berücksichtigen wir, dass von der Komponentenauswahl über die Produktion und den Betrieb bis zur Entsorgung möglichst geringe Kosten anfallen. Mit der CINEO-Systemfamilie haben wir das Ziel signifikant gesenkter TCO erreicht. Nach Serviceability (Glossar-Anforderungen haben wir Hardware, Software und Service-Prozesse vorausschauend aufeinander abgestimmt. Die Systeme und einzelne darin verbaute Talking Devices (Glossar liefern automatisiert eine Vielzahl von Informationen an die eServices Platform und ermöglichen so präventive Wartung und kürzeste Wiederherstellzeiten (siehe Kapitel Unser Leistungsportfolio).

Diese Informationsfülle können sich unsere Kunden über einen mobilen webbasierten Zugang mit der Bezeichnung »eServices Portal Management Dashboard« anschaulich darstellen und auswerten lassen. Banken und Handelsunternehmen erhalten damit eine konsolidierte grafisch aufbereitete Sicht auf System-, Service- und Bargeld-Bestandsdaten in Echtzeit.

Kontinuierlich erweitertes Angebot an Sicherheitslösungen.

Zum Schutz vor kriminellem Zugriff auf Banknoten haben wir für unsere neuen Notenspeicher ein Verfahren entwickelt, das Banknoten bei unbefugter Entnahme oder Erschütterung vollständig mit unauswaschbarer Tinte einfärbt und unbrauchbar macht. Weiterentwickelt haben wir auch Technologien zur Erkennung von Manipulationsversuchen an SB-Systemen.

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