Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird auf der Grundlage konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt auf Basis fortgeführter historischer Anschaffungs-/Herstellungskosten mit Ausnahme von Finanzinstrumenten der Kategorie »Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss« sowie der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Annahmen und Schätzungen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Die Annahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie auf die Bewertung von Vorräten.

Die verwendeten Schätzungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests, auf die Bewertung von Vorräten, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, sonstige Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Schätzungen beruhen dabei auf Erfahrungswerten und Prämissen, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit hatten und die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Zugrunde gelegt wurde die künftige Geschäftsentwicklung, für die die größte Wahrscheinlichkeit unterstellt wurde. Ebenso wurde die Entwicklung der Banken- und Handelsbranche sowie des Unternehmensumfelds berücksichtigt. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Hinsichtlich der getroffenen Annahmen und der verwendeten Schätzungen verweisen wir auf die weiteren Ausführungen in diesem Abschnitt sowie auf die weiter gehenden Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und -Bilanz sowie auf die Sonstigen Angaben.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden folgende wesentliche Ermessensentscheidungen bei der Anwendung von Rechnungslegungsmethoden getroffen:

  • Bilanzierung der gemeinschaftlich geführten Unternehmen nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit IAS 31.38
  • Erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital nach IAS 19.93A
  • Bilanzierung vom Cashflow (Glossar Hedges

Umsatzerlöse.

Umsätze aus der Lieferung von Waren werden erfasst, sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der Waren verbunden sind, auf den Kunden übergegangen sind. Dabei verbleibt weder ein fortgeführtes Verfügungsrecht noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden und der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens aus dem Verkauf ist hinreichend wahrscheinlich. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen.

Umfasst der Verkauf von Produkten einen bestimmbaren Teilbetrag für nachfolgende Dienstleistungen (Glossar (Mehrkomponentenverträge), werden die darauf entfallenden Umsatzerlöse abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam aufgelöst. Die Auflösung erfolgt in der Regel entsprechend der Leistungserbringung.

Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist. Bei Wartungsverträgen erfolgt eine lineare Verteilung der Umsätze über die Laufzeit.

Die Umsätze wurden grundsätzlich nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen.

Die Erträge aus Operating-Leasing- und Finanzierungsleasingverhältnissen werden auf der Grundlage der Regelungen des IAS 17 erfasst.

Umsatzkosten.

Die Umsatzkosten setzen sich aus den Kosten der verkauften Erzeugnisse und Dienstleistungen sowie den Einstandskosten der verkauften Handelswaren zusammen. Neben direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten umfassen die Kosten der erbrachten Leistungen indirekte Gemeinkosten einschließlich des anteiligen Werteverzehrs der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Forschungs- und Entwicklungskosten.

Nach IAS 38 besteht für Forschungskosten ein Aktivierungsverbot. Entwicklungskosten sind nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungspflichtig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts oder des zu entwickelnden Produkts bzw. Verfahrens verschiedene, in IAS 38.57 genannte Kriterien kumulativ erfüllt sein.

Diese Voraussetzungen sind im Konzern nicht gegeben, da die Art und die Dimension der charakteristischen Forschungs- und Entwicklungsrisiken dazu führen, dass das Funktions- und Wirtschaftsrisiko bei in der Entwicklung befindlichen Produkten regelmäßig erst dann mit hinreichender Zuverlässigkeit abgeschätzt werden kann, wenn

  • die Entwicklung der betreffenden Produkte oder Verfahren abgeschlossen ist und
  • nach Abschluss der Entwicklung durch die Vermarktung während der Pre-Marketing-Phase (Vermarktung als Versuchsprodukt) nachgewiesen ist, dass die Produkte die erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen des Markts erfüllen.

Innerhalb des Konzerns betrifft ein wesentlicher Teil der Forschungs- und Entwicklungskosten Weiterentwicklungen und Verbesserungen von bereits existierenden Produkten, die die Kriterien für eine separate Aktivierung als Entwicklungskosten nach IAS 38 nicht erfüllen. Weiterhin unterliegen einzelne Entwicklungsprojekte häufig Genehmigungs- und Zertifizierungsverfahren, so dass die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten regelmäßig nicht erfüllt sind.

Fremdkapitalkosten.

Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam erfasst, sofern sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können und deshalb zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts gehören.

Zuwendungen der öffentlichen Hand.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden grundsätzlich als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen (Glossar in Folgeperioden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind (zum Beispiel Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit), werden als Reduktion der entsprechenden Aufwendungen erfolgswirksam in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen. Im Geschäftsjahr belaufen sich die erfolgswirksam erfassten Zuwendungen der öffentlichen Hand auf 1.339 T€ (2009/2010: 1.700 T€). Sie werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung grundsätzlich in den Posten der Funktionskosten (Umsatz-, Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten) ausgewiesen.

Steuern.

Die Ertragsteuern umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden; in diesem Fall werden auch die entsprechenden Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht.

Laufende Ertragsteuern sind die erwarteten, für das Jahr zu zahlenden Steuern auf der Grundlage der in dem betreffenden Jahr geltenden Steuersätze sowie etwaige Korrekturen von Steuern früherer Jahre.

Latente Steuern (Glossar werden angesetzt für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Werten von Vermögenswerten und Schulden und deren Wertansätzen im Konzernabschluss. Darüber hinaus werden auch aktive latente Steuern für die künftige Nutzung steuerlicher Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen sowie Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um diese nutzen zu können. Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag für den Zeitraum gültig oder zukünftig anwendbar sind, zu dem sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren bzw. zu dem die Verlustvorträge voraussichtlich genutzt werden können.

Eine Saldierung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerschulden erfolgt, wenn ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuern besteht und sich die Positionen auf Ertragsteuern beziehen, die von den gleichen Steuerbehörden erhoben werden und die bei der gleichen Gesellschaft beziehungsweise im gleichen Organkreis entstehen.

Die sonstigen Steuern, wie zum Beispiel vermögensabhängige Steuern sowie Energiesteuern, sind in den jeweiligen Funktionskosten enthalten.

Immaterielle Vermögenswerte.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, da die Nutzungsdauern mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte als endlich eingestuft werden können, planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, werden diese daraufhin überprüft, ob eine Wertminderung vorliegt (siehe Impairment), und gegebenenfalls ein Wertminderungsaufwand erfasst. Sind die Gründe für die Wertminderungen entfallen, werden entsprechende erfolgswirksame Wertaufholungen bis maximal zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen geminderten Anschaffungskosten vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer für Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen beträgt maximal fünf Jahre.

Die Abschreibungen sowie die Wertminderungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte werden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung in den Posten der Funktionskosten (Umsatz-, Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten) ausgewiesen.

Wertaufholungen bei den Immateriellen Vermögenswerten sind wie im Vorjahr nicht vorgenommen worden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für Immaterielle Vermögenswerte keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in Einklang mit IFRS (Glossar 3 nicht planmäßig abgewertet, sondern nur, sofern ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Sachanlagen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen sowie Wertminderungen, angesetzt. Eine Neubewertung der Sachanlagen entsprechend dem Wahlrecht des IAS 16 ist nicht erfolgt.

Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen, werden diese daraufhin überprüft, ob eine Wertminderung vorliegt (siehe Impairment), und gegebenenfalls ein Wertminderungsaufwand erfasst. Sind die Gründe für die Wertminderungen entfallen, werden entsprechende erfolgswirksame Wertaufholungen bis maximal zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen geminderten Anschaffungskosten vorgenommen.

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Die Herstellungskosten werden anhand direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie angemessener anteiliger Gemeinkosten ermittelt.

Geschäfts- oder Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, technische Anlagen und Maschinen durchschnittlich über zehn Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über fünf Jahre und vermietete Erzeugnisse unter Berücksichtigung der vertraglichen Vereinbarungen abgeschrieben. Gemäß dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf werden die Sachanlagen im Wesentlichen linear abgeschrieben. Sofern Bestandteile einzelner Vermögenswerte, die in den Sachanlagen ausgewiesen werden, unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden sie gesondert planmäßig abgeschrieben.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr werden ebenso wie die Wertminderungen in den Posten der Funktionskosten (Umsatz-, Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten) ausgewiesen.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen, wie zum Beispiel laufende Unterhaltungsaufwendungen, werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch eine Maßnahme künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Wertaufholungen bei den Sachanlagen sind wie im Vorjahr nicht vorgenommen worden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für Sachanlagen keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Impairment.

Die Buchwerte der Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme der Vorräte (siehe Reparable Ersatzteile und kurzfristige Vorräte), der aktiven latenten Steuern (siehe Steuern) sowie der finanziellen Vermögenswerte (siehe Finanz instrumente) werden zum Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Indikatoren für eine Wertminderung (Impairment) vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der erzielbare Betrag (recoverable amount) der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 einmal jährlich oder bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen, indem ein Impairment Test durchgeführt wird. Hierbei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (»cash-generating unit«) mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag einer cash-generating unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Ist der erzielbare Betrag einer cash-generating unit geringer als ihr Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Bei Wincor Nixdorf entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert, der nach dem »Discounted Cashflow«-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind die Daten aus der detaillierten Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre bis 2013/2014. Für die Ermittlung der Cashflow-Prognosen über den Detailplanungszeitraum hinaus wurden Wachstumsraten von 0 bis 1,5 % (2009/2010: 1 bis 1,5 %) zugrunde gelegt, die der allgemeinen Erwartung an die Geschäftsentwicklung entsprechen. Zur Ermittlung des Barwerts der geschätzten Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern zwischen 5,9 und 9,8 % (2009/2010: 5,4 bis 9,0 %), der die jeweiligen Renditeerwartungen der Geschäftsbereiche widerspiegelt. Zum 30. September 2011 besteht kein Abwertungsbedarf.

Das zum 1. Oktober 1999 aus dem Siemens-Konzern herausgekaufte Retail- und Banking-Geschäft wurde entsprechend der regionalen Segmentierung in cash-generating units aufgeteilt; der im Rahmen dieses Erwerbs entstandene Goodwill ist vollständig der cash-generating unit »Carve-out Europa« zugeordnet worden. Alle nachfolgenden Akquisitionen werden einzeln entsprechend IFRS 3/IAS 36 als cash-generating units behandelt. Die Buchwerte der den cash-generating units »Carve-out Europa« und »Frankreich« zugeordneten wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 291.887 T€ (2009/2010: 291.681 T€) bzw. 22.317 T€ (2009/2010: 22.317 T€).

Leasing.

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet.

Ist Wincor Nixdorf Leasinggeber im Rahmen eines Operating Leasing, wird die erhaltene Leasingrate als Ertrag ausgewiesen. Der dem Operating Leasing zugrunde liegende Vermögenswert bleibt weiterhin in der Konzernbilanz von Wincor Nixdorf erfasst.

Bei einem Operating Leasing erfasst Wincor Nixdorf die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand.

Ist Wincor Nixdorf Leasinggeber in einem Finanzierungsleasing, werden in Höhe des Nettoinvestitionswerts Umsatzerlöse erfasst und eine Leasingforderung angesetzt. Die erhaltenen Leasingraten werden nach der Effektivzinsmethode in einen Tilgungsanteil und einen Zinsertragsanteil aufgeteilt.

Ist Wincor Nixdorf Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die zu zahlenden Leasingraten werden nach der Effektivzinsmethode aufgeteilt in einen Tilgungsanteil und in einen Zinsaufwand.

Reparable Ersatzteile und kurzfristige Vorräte.

Die Bewertung der reparablen Ersatzteile und der kurzfristigen Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten der reparablen Ersatzteile, der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren wird nach der Durchschnittsmethode vorgenommen.

Bestandteile der Herstellungskosten der reparablen Ersatzteile sowie der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse sind gemäß IAS 2 »Inventories« – neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen – anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung einschließlich der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie fertigungsbezogene Sozialkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Soweit erforderlich, wird der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Sind bei früher abgewerteten Vorräten die Gründe für eine Abwertung entfallen und ist somit der Nettoveräußerungswert gestiegen, wird die sich daraus ergebende Wertaufholung in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung als Minderung der Umsatzkosten erfasst.

Wesentliche Aufträge, die eine Bilanzierung entsprechend IAS 11 »Construction Contracts« erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten.

Nichtfinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Abgrenzungen und Vorauszahlungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Finanzinstrumente.

Grundlagen.

Finanzielle Vermögenswerte werden erfasst, wenn Wincor Nixdorf ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfasst, sobald Wincor Nixdorf eine Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Hingegen werden Wertpapierkäufe und -verkäufe mit dem Abrechnungskurs des Kreditinstituts zum Handelstag und derivative Geschäfte mit ihren Anschaffungskosten am Handelstag bilanziert.

Die erstmalige Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Bei Finanzinstrumenten, deren Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, umfasst der Buchwert dabei auch die direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Wincor Nixdorf macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz in die Kategorie »Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss (Fair Value Option, ›FVO‹)« einzustufen, mit Ausnahme des unter den Anmerkungen 10 und 21 beschriebenen Sachverhalts keinen Gebrauch.

Die Folgebewertung der im Konzern bilanzierten Finanzinstrumente erfolgt anhand der in IAS 39 »Financial Instruments: Recognition and Measurement« definierten Bewertungskategorien:

  • Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss (FVO und Held for Trading [HfT]): beizulegender Zeitwert
  • Held-to-Maturity Investments (HtM): fortgeführte Anschaffungskosten
  • Loans and Receivables (LaR): fortgeführte Anschaffungskosten
  • Available-for-Sale Financial Assets (AfS): beizulegender Zeitwert
  • Financial Liabilities (FLAC): fortgeführte Anschaffungskosten

Im Berichtsjahr wurden keine Übertragungen zwischen den verschiedenen Bewertungskategorien des IAS 39 vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Eine Saldierung erfolgt nur dann, wenn ein Rechtsanspruch auf Verrechnung besteht sowie ein Ausgleich auf Nettobasis beabsichtigt ist. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der bilanzierte Buchwert einer angemessenen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts.

Gemäß IAS 39 werden in den Fällen, in denen objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten gegeben sind, entsprechende Wertminderungen vorgenommen. Dabei werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowohl individuell (Einzelwertberichtigung) als auch in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen (Portfoliowertberichtigung) hinsichtlich des Wertminderungsbedarfs untersucht. Objektive Hinweise können zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, der Wegfall eines aktiven Markts sowie signifikante Änderungen des technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfelds sein. Bei Eigenkapitalinstrumenten ist eine signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwerts ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Der Ausweis der Aufwendungen erfolgt in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung in den Funktionskosten. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wurde durch entsprechende Risiko vorsorge in ausreichender Höhe Rechnung getragen. Das theoretisch maximal verbleibende Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten entspricht den bilanzierten Werten.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder eine Übertragung der finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassen im Wesentlichen im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erfasste Effekte aus Wertminderungen und Fremdwährungsbewertung sowie im Finanzergebnis erfasste Zinsaufwendungen und -erträge.

Angaben zum Risikomanagement finden sich sowohl unter Anmerkung 21 als auch in der Risikoberichterstattung des Konzernlageberichts.

Finanzanlagen und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen.

Die Regelungen des IAS 39 sehen für solche Finanzinstrumente die Unterteilung in »Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss«, »Held to Maturity«, »Available-for-Sale Financial Assets« oder »Loans and Receivables« vor. Beteiligungen, deren beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann, werden als »Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss« eingestuft. Kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden, werden die Beteiligungen als »Available-for-Sale Financial Assets« eingestuft und zu Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Ausleihungen handelt es sich um Kredite, die nach IAS 39 als »Loans and Receivables« klassifiziert werden. Die Folgebewertung wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode vorgenommen.

Angaben zur Bewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen finden sich im Abschnitt Konsolidierungsmethoden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte unterteilen sich in »Forderungen aus Lieferungen und Leistungen« sowie »Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte«.

Bei der erstmaligen Bilanzierung werden »Forderungen aus Lieferungen und Leistungen« zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung aufgrund der Klassifizierung als »Loans and Receivables« zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Unter »Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte« werden sowohl nichtfinanzielle Vermögenswerte als auch finanzielle Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte sind – mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente – der Bewertungskategorie »Loans and Receivables« des IAS 39 zugeordnet, die im Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet werden. Die nichtfinanziellen Vermögenswerte werden entsprechend den jeweils anzuwendenden Standards bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Unter dieser Position werden Wertpapiere sowie Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ausgewiesen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden der Bewertungskategorie »Loans and Receivables« des IAS 39 zugeordnet und im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie im Finanzmittelbestand enthaltene Wertpapiere weisen bei Erwerb eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten auf.

Im Konzern werden Wertpapiere grundsätzlich den Kategorien »Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss« oder »Available-for-Sale Financial Assets« zugeordnet, die bei der erstmaligen Erfassung und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere zum Bilanzstichtag werden entsprechende Quotierungen von Kreditinstituten eingeholt bzw. Marktpreise aus Handelssystemen übernommen. Wertänderungen bei den als »Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss« klassifizierten Wertpapieren werden erfolgswirksam in den Finanzerträgen und Finanzaufwendungen erfasst, bei den Wertpapieren der Kategorie »Available-for-Sale Financial Assets« werden sie unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der realisierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in den Finanzerträgen und Finanzaufwendungen erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten.

Originäre Finanzinstrumente umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie nicht derivative sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die nicht derivativen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen sowie abgegrenzte Schulden aus dem Personalbereich. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dabei werden direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Derivative Finanzinstrumente.

Im Konzern sind unter derivativen Finanzinstrumenten Sicherungsgeschäfte zu verstehen, die zur Steuerung von Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen eingesetzt werden. Sie dienen der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten. Für Handelszwecke werden keine Derivate gehalten. Jedoch werden Derivate, die die Dokumentationsanforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting nicht erfüllen oder deren Grundgeschäft nicht mehr existiert, als »Held for Trading« klassifiziert.

Der Umfang der Sicherung durch Finanzderivate erstreckt sich auf gebuchte, schwebende und hochwahrscheinliche antizipierte Grundgeschäfte. Nach IAS 39 erfüllen Derivate die Ansatzkriterien für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deshalb sind sie zwingend mit ihren beizulegenden Zeitwerten zu aktivieren (sonstige Vermögenswerte) bzw. zu passivieren (sonstige Verbindlichkeiten).

Bei ihrem Abschluss werden derivative Geschäfte mit ihren Anschaffungskosten zum Handelstag, die im Allgemeinen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen, angesetzt. In den Folgeperioden werden sie ebenfalls zu ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste fließen, sofern die Voraussetzungen für einen Cashflow Hedge nicht erfüllt sind, in das Ergebnis der jeweiligen Periode ein. Bei wirksamen Cashflow Hedges werden die Gewinne und Verluste der Periode erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam oder der Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Rückstellungen für die Versorgungsverpflichtungen gegenüber Anwärtern und Pensionären werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt.

Der Zinssatz für die Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist gemäß IAS 19.78 zu jedem Bewertungsstichtag neu zu bestimmen. Dieser bemisst sich grundsätzlich nach der Rendite erstrangiger, festverzinslicher und damit risikoarmer Industrieanleihen. Die Laufzeiten der zugrunde gelegten Industrieanleihen haben mit den voraussichtlichen Fristigkeiten der zu erfüllenden Verpflichtungen übereinzustimmen.

Die Erfassung des gesamten Pensionsaufwands erfolgt im Jahresergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres in den Funktionskosten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollständig in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie eintreten. Sie werden als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Auch in den Folgeperioden werden sie nicht mehr erfolgswirksam.

Im Juni 2006 hat Wincor Nixdorf im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (im Folgenden »CTA«) Planvermögen im Sinne von IAS 19 durch die Übertragung von Vermögenswerten auf einen eingetragenen Verein (Wincor Nixdorf Pension Trust e. V.) zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern geschaffen. Das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Planvermögen wird entsprechend mit den Pensionsverpflichtungen saldiert. Eine aus den Vorauszahlungen auf zukünftige Beiträge resultierende negative Nettopensionsverpflichtung wird nur insoweit als Vermögenswert berücksichtigt, wie hieraus eine Rückvergütung aus dem Plan oder eine Reduzierung zukünftiger Beiträge entsteht (sogenanntes »Asset Ceiling«). Ein übersteigender Betrag wird sofort im Eigenkapital erfasst.

Sonstige Rückstellungen.

Sonstige Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus Ereignissen aus der Vergangenheit resultieren, sowie für belastende Verträge angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 »Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets« oder nach IAS 19 »Employee Benefits«. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert dabei auf bestmöglichen Schätzungen. Soweit erforderlich, werden Rückstellungen abgezinst. Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden getrennt von den Rückstellungen aktiviert, soweit ihre Realisation nahezu sicher ist.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen.

Aktienoptionen, d.h. aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand und im Eigenkapital erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird mit der international anerkannten Black-Scholes-Merton-Formel ermittelt.

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