Segment Retail


Das Geschäft mit Handelsunternehmen blieb leicht unter dem Vorjahresniveau (-2 %). Der Umsatz erreichte 772 Mio. € (2006/2007: 787 Mio. €).

Dennoch: Unsere Profitabilität haben wir über ein konsequentes Kosten- und Portfoliomanagement weiter gesteigert. Das EBITA (Glossar blieb trotz rückläufiger Umsätze auf 44 Mio. € (2006/2007: 44 Mio. €), so dass sich die EBITA-Rendite entsprechend auf 5,7 % (2006/2007: 5,6 %) verbesserte.

Weiterentwicklung des Checkout-Prozesses.

Zu den zentralen Abläufen im Handel gehört der Checkout-Prozess an der Kasse. Dieser Bereich bietet als Daten- und IT-Schnittstelle für Filiale und Konzern gleichermaßen großes Potenzial. Aber nicht nur das: Alle Besucher von Supermärkten müssen diese Zone passieren - Kundenfreundlichkeit in allen Aspekten ist hier also oberstes Gebot!

Wincor Nixdorf verfügt über ein flexibel kombinierbares modulares Portfolio aller relevanten Hardware- und Software-Komponenten für den Checkout. Die Weiterentwicklung des Checkouts war daher einer der Schwerpunkte in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Berichtsjahr.

Umsatz- und EBITA-Entwicklung Retail.                                                                in Mio. €

Umsatz- und EBITA-Entwicklung Retail (Balkendiagramm)

Modernste programmierbare elektronische Kassensysteme (EPOS (Glossar-Systeme):

Aufgrund des hohen Bedarfs an Neu- und Ersatzinvestitionen haben wir die Neuentwicklungen zum Ausbau unserer Marktposition im Berichtsjahr weiter vorangetrieben.

Auf individuelle Szenarien zugeschnitten:

Jedes Handelsunternehmen hat seine ganz eigenen Vorstellungen vom Checkout und unterschiedliche Bedürfnisse. Unsere Stärke ist es, ein jeweils optimal aufeinander abgestimmtes Portfolio zu bieten - eine Kompetenz, die wir im Berichtsjahr noch weiter ausgebaut haben. Leitlinien dafür sind die unterschiedlichen Ansprüche der jeweiligen Handelstypen: Diese individuellen Anforderungen - bei Discountern sind dies beispielsweise große Warenkörbe bei schneller Abwicklung, bei Do-it-yourself-/Möbelfachhandel etwa unhandliche Artikel - werden im Lösungsportfolio ebenso berücksichtigt wie auch die Bedürfnisse der Konsumenten. Dabei sind unterschiedliche Szenarios möglich: Beispielsweise kann der Verbraucher die Waren bereits während des Einkaufs mit mobilen Geräten selbst registrieren und am Ende an einem Bezahlterminal selbstständig bezahlen (bar oder mit Karte). Auch Mischformen unterschiedlicher Handelstypen und Szenarien in einer einzigen Filiale (»Checkout-Mix«) sind möglich.

Standardisierte Lösungen mit einfacher individueller Umsetzung:

Bei der Weiterentwicklung des Lösungsportfolios lag der Fokus darauf, dass Handelsunternehmen unterschiedliche Checkout-Szenarien möglichst einfach handhaben können.

Mehr Prozesseffizienz durch eine offene IT-Infrastruktur:

Damit nicht jeder Checkout-Typ eine eigene IT-Infrastruktur benötigt oder die Abverkaufs- und Kundendaten nicht über unterschiedliche Software-Plattformen abgewickelt werden müssen, setzt Wincor Nixdorf auf eine einheitliche, übergreifende Lösung. Diese hilft angesichts der unterschiedlichen Anforderungen beträchtliche IT-Kosten zu sparen. Mit der eigens entwickelten TP Application Suite (Glossar lassen sich alle unterschiedlichen Checkout-Typen - auch anderer Hersteller - steuern, ganz gleich ob sie mit Cash- oder mit Non-Cash-Komponenten versehen sind. Hinzu kommt: Der übergreifende Ansatz ermöglicht auch in der Auswertung aller Transaktionen eine hohe Effizienz.

Einfache und schnelle Vorgänge bei der Wechselgeldver- und -entsorgung sowie beim Tagesabschluss:

Eine erstmals vorgestellte standardisierte modulare Cash-Handling-Lösung für alle denkbaren Checkout-Konzepte bietet einen sehr wesentlichen Vorteil: Trotz unterschiedlicher Szenarien sind die vor- und nachgelagerten Vorgänge für das Personal immer dieselben. So können die gleichen Münzen- und Notenrecycler in traditionelle, nicht automatisierte Kassenprozesse ebenso integriert werden wie in moderne SB-Systeme (Glossar. Eine solche integrierte IT-Unterstützung liefert dem Personal zudem einen laufenden Überblick über den Bargeldbestand und zeigt an, wann Systeme mit zusätzlichem Wechselgeld zu versorgen und wann sie zu leeren sind.

Sicherheit für Personal und Geld:

Dieser Gesichtspunkt spielt beim Checkout eine zentrale Rolle. Zu berücksichtigen sind dabei zum Beispiel rechtliche Rahmenbedingungen, ebenso wie Prozesse der Werttransportunternehmen oder die exakte Nachvollziehbarkeit, welche Personen wann Kontakt zum Geld hatten.

Filialmanagement mit mehr Transparenz.

Im Mittelpunkt stand im Berichtsjahr die Erweiterung des Softwareportfolios für internationale Handelsunternehmen: Dabei wurden in die TP Application Suite für Filialen neue Funktionen zur zentralen Steuerung und zur Verwaltung aller Systeme integriert. Damit wird es zum Beispiel möglich, jederzeit entscheidungsrelevante Informationen für unterschiedliche Anforderungen zu erhalten: von der Umsatzentwicklung einzelner Sortimentsteile oder Standorte über die Erfolgskontrolle von Kampagnen bis zur Erkennung betrugsrelevanter Vorgänge.

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