Vermögenslage


Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 49 Mio. € bzw. 4 % auf 1.274 Mio. € erhöht (2006/2007: 1.225 Mio. €). Dabei sind sowohl die langfristigen als auch die kurzfristigen Vermögenswerte leicht angestiegen, vor allem im Bereich der Sachanlagen bzw. der kurzfristigen Forderungen und anderen Vermögenswerte. Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten und die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht.

Die immateriellen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr mit einem Buchwert von 363 Mio. € (2006/2007: 367 Mio. €) nahezu unverändert. Den Abschreibungen (Glossar auf Produkt-Know-how in Höhe von 12 Mio. € (2006/2007: 15 Mio. €) und Abschreibungen auf gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen in Höhe von 10 Mio. € (2006/2007: 9 Mio. €) stehen Investitionen in Software, vor allem für Outsourcing (Glossar-Projekte, in Höhe von 6 Mio. € (2006/2007: 8 Mio. €) gegenüber. Darüber hinaus haben sich die immateriellen Vermögenswerte durch die Erwerbe der Prosystems IT GmbH und der Bankberatung Organisations- und IT-Beratung für Banken AG um insgesamt 12 Mio. € erhöht.

Der Buchwert der Sachanlagen liegt im Vergleich zum Vorjahr um 28 Mio. € höher und beläuft sich auf 143 Mio. € (2006/2007: 115 Mio. €). In Sachanlagen wurden insgesamt 60 Mio. € investiert (2006/2007: 47 Mio. €). Dabei wurden im Wesentlichen Investitionen in EDV-Ausstattung, Spezialwerkzeuge sowie Technische Anlagen und Maschinen getätigt. Die Abschreibungen im Berichtsjahr betrugen 36 Mio. € (2006/2007: 33 Mio. €).

Vermögenslage.

 

in Mio. €

 

30.09.2008

30.09.2007

Aktiva

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

363

367

Sachanlagen und Finanzanlagen

144

116

Langfristige Forderungen und andere Vermögenswerte

45

51

Langfristige Vermögenswerte

552

534

Vorräte

278

294

Kurzfristige Forderungen und andere Vermögenswerte

428

373

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

16

24

Kurzfristige Vermögenswerte

722

691

Gesamtvermögen

1.274

1.225

 

 

 

Passiva

 

 

Eigenkapital (inkl. Minderheitsanteile)

276

278

Pensionsrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

51

50

Finanzverbindlichkeiten

186

170

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

3

2

Langfristige Schulden

240

222

Sonstige Rückstellungen

171

175

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

271

234

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

316

316

Kurzfristige Schulden

758

725

Gesamtkapital

1.274

1.225

Die langfristigen Forderungen und anderen Vermögenswerte haben sich geringfügig um 6 Mio. € auf 45 Mio. € (2006/2007: 51 Mio. €) verringert. Grund hierfür ist im Wesentlichen die geringere Überdeckung des Planvermögens über die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 7 Mio. € (2006/2007: 13 Mio. €). Darüber hinaus enthält diese Position auch die reparablen Ersatzteile, deren Buchwert sich auf 14 Mio. € beläuft (2006/2007: 16 Mio. €).

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 16 Mio. € auf 278 Mio. € zurückgegangen (2006/2007: 294 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 363 Mio. € angestiegen (2006/2007: 317 Mio. €). Gleichzeitig ergab sich ein Anstieg der kurzfristigen anderen Vermögenswerte auf 65 Mio. € (2006/2007: 56 Mio. €).

Die kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 8 Mio. € auf 16 Mio. € (2006/2007: 24 Mio. €) und die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um 12 Mio. € auf 23 Mio. € (2006/2007: 35 Mio. €) verringert.

Das Eigenkapital inklusive der Minderheitsanteile hat sich um 2 Mio. € auf 276 Mio. € verringert (2006/2007: 278 Mio. €). Die Minderungen durch Ausschüttungen in Höhe von 88 Mio. € (2006/2007: 46 Mio. €) sowie durch den weiteren Erwerb eigener Aktien in Höhe von 43 Mio. € (2006/2007: 44 Mio. €) konnten durch das Periodenergebnis (Glossar in Höhe von 127 Mio. € (2006/2007: 109 Mio. €) nahezu vollständig kompensiert werden. Die Veränderungen des Eigenkapitals haben wir in der Aufstellung »Entwicklung des Eigenkapitals« beschrieben.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 16 Mio. € auf 186 Mio. € erhöht (2006/2007: 170 Mio. €). Dieser Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus der weiteren Inanspruchnahme der Revolving Facility in Höhe von 15 Mio. € im Berichtsjahr. Im Rahmen der Revolving Facility wurde dem Wincor Nixdorf-Konzern durch ein Bankenkonsortium eine Kreditlinie über insgesamt 350 Mio. € mit einer Laufzeit von sieben Jahren bis zum 2. August 2012 eingeräumt. Die Verzinsung der ausgenutzten Kreditlinie orientiert sich am EURIBOR-Zinssatz zuzüglich einer Marge. Dabei steht die gesamte Kreditlinie bis zum Laufzeitende zur Verfügung, ohne dass laufende Tilgungsverpflichtungen bestehen.

Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr geringfügig um 4 Mio. € auf 171 Mio. € vermindert (2006/2007: 175 Mio. €). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der übrigen Rückstellungen um 12 Mio. € bei einem gleichzeitigen Anstieg der Verpflichtungen gegenüber dem Personal in Höhe von 4 Mio. € sowie von Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 6 Mio. €. Die bilanzierten Rückstellungen decken aus heutiger Sicht sämtliche wahrscheinlichen Verpflichtungen des Konzerns ab.

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf 316 Mio. €.

Im Wincor Nixdorf-Konzern bestehen darüber hinaus zukünftige außerbilanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, langfristigen Einkaufskontrakten sowie aus Bestellobligo in Höhe von insgesamt 108 Mio. € (2006/2007: 90 Mio. €).

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