Das Geschäft mit Handelsunternehmen legte im Berichtsjahr leicht zu. Es knüpfte damit an das Vorjahr an, das durch ein außerordentlich gutes Geschäft mit Leergutrücknahmesystemen im deutschen Markt begünstigt worden war. Im Berichtsjahr normalisierte sich das Geschäft mit Leergutrücknahmesystemen. Auch das Geschäft mit anderen umsatzstarken High-End-Automatisierungs- und SB-Systemen (Glossar) für den Checkout-Prozess legte nur langsam zu, obwohl im Markt ein hohes Interesse an diesen Lösungen besteht. Der Umsatz erhöhte sich um 2 % auf 787 Mio. € (2005/2006:770 Mio. €). Das EBITA (Glossar) stieg um 7 % auf 44 Mio. € (2005/2006: 41 Mio. €), gleichzeitig verbesserte sich die EBITA-Rendite von 5,3 % auf 5,6 %.
Umsatz- und EBITA -Entwicklung Retail (Glossar) . in Mio. €

Die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios hat sich positiv auf das Retail-Geschäft ausgewirkt. Wichtige Leitlinien dabei sind:
- die weitere Vereinheitlichung und Standardisierung der IT-Infrastruktur und somit die Verringerung der Komplexität der IT,
- die Reduzierung der Total Cost of Ownership (Glossar) ,
- die Optimierung von Prozessen in Handelsfilialen,
- die Unterstützung der internationalen Expansion der Handelsunternehmen,
- der kostengünstige und hochverfügbare Betrieb der IT-Systeme.
Programmierbare elektronische Kassensysteme, die im Rahmen des Checkout-Prozesses wichtige Daten und Informationen liefern. Sie sind zudem oft zentraler Knotenpunkt für weitere Prozesse in der Filiale. Als einheitliche Produktplattform bilden die Systeme die Grundlage zum Beispiel für Kiosksysteme (Glossar) im Handel und werden als Komponenten auch für Self-Checkout- (Glossar) oder Leergutrücknahmesysteme verwendet. Da sich die Systeme durch die immer gleiche Basistechnologie auszeichnen, lassen sie sich einfacher in die Filial-IT integrieren. Die aktuellen Weiterentwicklungen der Basis-Systeme zielen vor allem auf eine Verbesserung der Serviceability (Glossar) ab. Damit sollen die Betriebskosten über den gesamten Produktlebenszyklus (Total Cost of Ownership) weiter verringert werden, ebenso wie durch eine konsequente Reduzierung des Energieverbrauchs.
Es gelang uns im Berichtsjahr, im Marktsegment programmierbare elektronische Kassensysteme die Marktführerschaft in Europa zu verteidigen und weiter auszubauen.
Zentralisierung und Neuausrichtung des Filialmanagements.
Wir profitierten von der Nachfrage nach standardisierten, modularen und skalierbaren Konzepten zur Neugestaltung der Filialprozesse. Sie reichen von der Warenerfassung bis zum Checkout. Schlüsselerfolge bei großen multinationalen Handelsunternehmen konnten wir zudem mit unserer Software TP.net erzielen. Dies ist eine vollständige Standard-Software für die Filiale, mit der sich unterschiedlichste Checkout-Konzepte betreiben lassen und die alle Systeme in der Filiale zentral steuert.
Selbstbedienung und Prozessautomation.
Mit Hilfe von Testinstallationen, mit denen wir Technologien wie Self-Checkout, mobiles Self-Scanning oder die Trennung von Scan- und Bezahlprozessen durch den Einsatz von Bezahl-Terminals erprobt haben, konnten wir im Berichtsjahr gemeinsam mit Kunden vielfach den besten Checkout-Mix ermitteln. In zahlreichen Projekten haben wir mit unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für die Reorganisation der Abläufe umgesetzt.
Auf dem Gebiet der Selbstbedienung haben wir durch unsere jahrelange Kompetenz im Retailbanking Vorteile gegenüber den meisten Wettbewerbern. Ferner betrachten wir das Thema Cash Management (Glossar) als Konvergenzthema, so dass Entwicklungen in beiden Segmenten genutzt werden können.
Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen unterstützten wir darüber hinaus durch die Weiterentwicklung unserer Leergutrücknahmesysteme.
Moderne Technologien des Instore-Marketings, mit denen Handelsunternehmen Mehrumsätze generieren können: Dabei sind Technologien wie Kiosksysteme, elektronische Werbedisplays, mobile Geräte oder Multimedia-Anwendungen verstärkt gefragt. Wir haben die Integration solcher Lösungen bei einigen Kunden bereits durchgeführt.
