Forschung und Entwicklung


Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere führende Position nur erhalten, festigen und ausbauen können, wenn wir unser Leistungsportfolio permanent weiterentwickeln. Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurden 97 Mio. € (2005/2006: 87 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Dies entspricht einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Die F&E-Quote belief sich, bezogen auf den Umsatz, wie im Vorjahr auf 4,5 %.

Um die technologische Stärke unseres Unternehmens auch künftig sicherzustellen und dem beschriebenen Ansatz kundenorientierter Forschung und Entwicklung nachzukommen, haben wir im F&E-Bereich weitere Mitarbeiter eingestellt. Die Zahl der Mitarbeiter, die im F&E-Bereich arbeiten, lag zum Stichtag bei 843 (2005/2006: 790 Beschäftigte). Dies sind 10 % aller Beschäftigten. Sie arbeiten an den Entwicklungsstandorten in Deutschland, der Schweiz, Brasilien, Singapur und China. An den Standorten Singapur und China haben wir unsere F&E-Kapazitäten im asiatischen Raum aus Effizienzgründen gebündelt.

Unsere F&E-Mitarbeiter haben an vielen neuen Entwicklungen gearbeitet. Im Ergebnis haben wir im Berichtsjahr weltweit 75 (2005/2006: 54) neue Patente angemeldet. Die Gesamtzahl der aktiven Schutzrechte beläuft sich damit auf 1.028 (2005/2006: 920).

Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten.
Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf drei Schwerpunkte:

  • konvergente Basistechnologien für unser Kerngeschäft bei Banken und im Handel,
  • die Serviceability (Glossar unserer Hard- und Software, um künftig Installationen bei unseren Kunden einfacher warten zu können,
  • ganzheitliche Lösungen, bestehend aus Hardware, Software und Services für komplette Prozessketten unserer Kunden.

Entwicklung der F&E-Aufwendungen (Glossar
mit integrierter F&E-Quote in % vom Umsatz.
                                                     in Mio. €

Das anschaulichste Beispiel für die Nutzung konvergenter Basistechnologien und gleichzeitig für unser Angebot an ganzheitlichen Lösungen ist unser Cash-Management (Glossar-Portfolio, mit dem Handelsunternehmen und Banken die Verarbeitung von Bargeld automatisieren. Es reicht von der automatisierten Annahme des Bargeldes an der Kasse bis zur Verbuchung und Rückführung des Geldes in den Bargeldkreislauf. Wir haben damit begonnen, Prozesse aus dem Retailbanking, wie die Auszahlung von Bargeld, in das Geschäft von Handelsunternehmen zu integrieren, um für den Handel zusätzliches Geschäft zu erschließen und den Return on Investment unserer Cash-Management-Lösungen attraktiver zu machen. Die Prozesse bei Postunternehmen ähneln sowohl denen bei Handelsunternehmen als auch denen bei Banken stark. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir sowohl unser Hardware- als auch unser Software-Portfolio insbesondere auf die Selbstbedienungsprozesse der Postunternehmen adaptiert.

Für das Geschäft mit Retailbanken passten wir Intelligent-Deposit (Glossar- und Recycling-Technologien an die Anforderungen weiterer strategisch bedeutender Märkte an. Die Investition in die modulare Bauweise unserer Geldautomatenfamilie zahlt sich aus. Für zahlreiche Märkte konnten wir an lokale Anforderungen angepasste Systeme schnell zur Verfügung stellen. Ferner haben wir das Portfolio der Geldautomaten um ein kompaktes Cash-Recycling-System (Glossar speziell für den asiatischen Markt sowie um ein multifunktionales Cash-Recycling-System insbesondere für den europäischen Markt erweitert.

Die Software-Plattform netzzentrierter Anwendungen zur Steuerung großer SB-Netze (ProClassic/Enterprise) haben wir um neue Bausteine, die weitere Funktionen im Schalter/Kasse-Umfeld und in der Filiale ermöglichen, erweitert. Ein Baustein ermöglicht ein optimiertes Cash Management über die unterschiedlichen Cash Points (Glossar (Geldautomaten, Kassen, Tresore etc.) hinweg. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vervollständigung der IT-Security-Produktfamilie. Hier stand die Integration von Software in das bestehende Portfolio im Mittelpunkt, die physikalische Netzwerke und die eigene Software absichern. Außerdem haben wir Videotechnik-Anwendungen in das Portfolio integriert, die Bilder intelligent auswerten. Diese können zum Beispiel bei der Erkennung von Manipulationen an Geldautomaten angewandt werden.

Um bei unseren Kunden installierte Systeme künftig einfacher warten zu können, integrieren wir in alle neuen Geräte so genannte CIM-Prozess-Schnittstellen. CIM steht für Common Information Model. Dies ist ein weltweiter Standard für das Remote-Management von IT-Systemen, der die Abfrage des Status von Geräten vereinheitlicht. Dies wird sich in Zukunft positiv auf die Wartungskosten auswirken.

Im Handelsgeschäft ist das Lösungsangebot zur Automatisierung des Bargeldhandlings erfolgreich weiterentwickelt und bei zahlreichen Kunden pilotiert worden. Unsere POS-Systemfamilie haben wir ergänzt und mit neuen Prozessor- und Speichertechnologien ausgerüstet. Neue Technologien, wie zum Beispiel biometrische Authentifizierungsverfahren, kommen auch bei unseren
Checkout-Lösungen zum Einsatz. Im Bereich der selbstbedienten Checkout-Systeme (Glossar haben wir das modular aufgebaute Portfolio ergänzt und bestehende Cash-Recycling-Module integriert. Produktfamilien wie Terminal-Lösungen für Lotterieunternehmen oder Kiosksysteme (Glossar haben wir kontinuierlich weiterentwickelt und nach den Erfordernissen unserer Kunden weiter ausgebaut. Die Produktfamilie der Leergutrücknahmesysteme verfügt jetzt über ein kompaktes System für die Annahme von Einweg- und Mehrwegleergut.

Bei der Software-Entwicklung lag ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von Komponenten zur zentralen Verwaltung der Filialsoftware (TP.net). Ein neuer Baustein ermöglicht die Steuerung und Pflege der Filialsysteme, ein weiterer stellt Funktionen zur Analyse der auf Filialebene durchgeführten betriebswirtschaftlichen Vorgänge bereit. Die Interaktion zwischen der Zentral- und Filialebene erfolgt dabei über eine ebenfalls neu entwickelte Kommunikationssoftware. Die neuen Zentralkomponenten konnten im Geschäftsjahr 2006/2007 bereits erfolgreich pilotiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Anpassung von TP.net an weitere Handelssegmente. So wurden Funktionserweiterungen für den Bereich Gastronomie, Tankstellen und Postunternehmen bereitgestellt. Auch hier konnten im letzten Geschäftsjahr Pilotierungen erfolgreich vorgenommen werden.

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