(16) Konzerneigenkapital


Das Konzerneigenkapital und seine einzelnen Komponenten werden in der Entwicklung des Eigenkapitals gesondert dargestellt.

Ausschüttungen.
Die bisherige Dividendenpolitik von Wincor Nixdorf wird weiter fortgesetzt. Danach ist die Berechnungsgrundlage für die Dividende an die Aktionäre etwa die Hälfte des Konzernergebnisses vor Aufwendungen aus dem Carve-out (Glossar.

Das entspricht für das Berichtsjahr einer Dividende von rund 1,83 € je Aktie. Ferner wird zusätzlich eine Sonderdividende von 0,90 € je Aktie zur Ausschüttung vorgeschlagen.

Der Bilanzgewinn der Wincor Nixdorf AG beläuft sich zum 30. September 2007 auf 88.500 T €. Dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung wird eine Ausschüttung von insgesamt 2,73 € je Aktie vorgeschlagen. Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Berichts durch den Vorstand entspricht dies einer Ausschüttung in Höhe von 88.151 T €. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Dividende wird am 29. Januar 2008 ausgezahlt.

Im Geschäftsjahr wurden 45.853 T € (2,80 € je Aktie, Betrag je Aktie vor Kapitalerhöhung) an die Aktionäre der Wincor Nixdorf AG ausgeschüttet.

Gezeichnetes Kapital.
In der Hauptversammlung am 29. Januar 2007 haben die Aktionäre der Wincor Nixdorf AG beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln durch Ausgabe neuer Aktien von 16.542.494,00 € (eingeteilt in 16.542.494 nennbetragslose Stückaktien) auf 33.084.988,00 € (eingeteilt in 33.084.988 nennbetragslose Stückaktien) zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung ist mit der am 14. März 2007 erfolgten Eintragung in das Handelsregister wirksam geworden. Die Ausgabe der neuen Aktien (Berichtigungsaktien) ist am 22. März 2007 erfolgt. Alle bis zum 30. September 2007 ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

Jede Aktie gewährt gleichrangiges Stimmrecht sowie gleichrangigen Dividendenanspruch. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

 

 

Stand 1. Oktober 2006

16.542.494

Ausgabe Berichtigungsaktien

16.542.494

Erwerb eigener Anteile

–702.780

Stand 30. September 2007

32.382.208

Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Geschäftsjahr 2006/2007

32.745.725

Genehmigtes Kapital.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 ist der Vorstand ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.654.249,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I 2004).

Der Vorstand ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom
14. Mai 2004 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.616.997,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital II 2004).

Bedingtes Kapital.
Das Grundkapital ist um bis zu 2.812.224,00 €, eingeteilt in bis zu 2.812.224 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsleitungsorgane nachgeordneter in- und ausländischer verbundener Unternehmen sowie an weitere Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft und ihrer nachgeordneten verbundenen Unternehmen nach näherer Maßgabe der Bestimmungen des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 in der Fassung des Ergänzungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 21. Februar 2006 und der Fassung des Änderungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Januar 2007. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie von diesen Aktienoptionen Gebrauch gemacht wird und die Gesellschaft die Gegenleistung nicht in bar oder mit eigenen Aktien erbringt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausgabe entstehen, am Gewinn teil. Erfolgt die Ausgabe vor der ordentlichen Hauptversammlung, so nehmen die neuen Aktien auch am Gewinn des letzten abgelaufenen Geschäftsjahres teil.

Kapitalrücklage.
Aufgrund der auf der ordentlichen Hauptversammlung beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln mit anschließender ordentlicher Kapitalherabsetzung ist ein Großteil der gebundenen Kapitalrücklagen gem. §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in eine freie Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB umgewandelt worden. Ziel dieser Maßnahmen war es, die Kapitalrücklagen der Wincor Nixdorf AG für zukünftige Gewinnausschüttungen verfügbar zu machen.

Ferner wurde aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ein Betrag in Höhe von 67.230 T € entnommen und in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Kapitalrücklage enthält damit noch Teile der Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und die Personalaufwendungen aus den Aktienoptionsprogrammen 2006 und 2007 (2005/2006: aus den Aktienoptionsprogrammen 2005 und 2006) für Führungskräfte.

Gewinnrücklagen.
Die Gewinnrücklagen enthalten die thesaurierten erwirtschafteten Gewinne der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften, den Bilanzgewinn, die sonstigen Konsolidierungsrücklagen und den Unterschiedsbetrag aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung.

Neubewertungsrücklage.
In die Neubewertungsrücklage wird der Effekt aus der Marktbewertung der Cashflow (Glossar Hedges abzüglich anteiliger latenter Steuern eingestellt. Im Vorjahr enthielt die Neubewertungsrücklage weiterhin den Unterschiedsbetrag zwischen den beizulegenden Zeitwerten und den Anschaffungskosten der unter Anmerkung 15 dargestellten Wertpapiere.

Eigene Anteile.
Am 20. Dezember 2006 hat der Vorstand beschlossen, bis zu 166.390 Aktien (das entspricht bis zu 1,01 % des Grundkapitals am 20. Dezember 2006) an der Börse zurückzukaufen. Der Beschluss folgt der entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals. Der Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf nicht mehr als 5 % vom Durchschnittskurs der Aktien der Gesellschaft in der Schlussauktion im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Handelstage vor dem Erwerb der Aktien nach unten oder oben abweichen. Die zurückgekauften Aktien sind zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Aktienoptionen bestimmt, die aufgrund der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, an sonstige Führungskräfte oder Mitarbeiter ausgegeben worden sind oder ausgegeben werden. Insgesamt wurden in der Zeit vom 20. Dezember 2006 bis zum 12. Januar 2007 166.390 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 117,05 € erworben. Die Anschaffungskosten in Höhe von 19.495 T € (inklusive Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 19 T €) wurden in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen. Aufgrund der Ausgabe der Berichtigungsaktien hat sich die Anzahl auf 332.780 Stück ohne Auswirkungen auf die Anschaffungskosten erhöht. Der Durchschnittspreis je Aktie hat sich entsprechend auf 58,53 € halbiert.

Am 14. März 2007 hat der Vorstand beschlossen, ab dem 15. März 2007 bis zu 185.000 Stückaktien der Gesellschaft an der Börse zurückzukaufen. Er hat hiermit von der entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Januar 2007 Gebrauch gemacht. Mit der durch die Hauptversammlung gleichfalls beschlossenen Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien im Verhältnis 1:1 hat sich die Anzahl der zurückzukaufenden Aktien auf 370.000 Stückaktien erhöht. Der Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf nicht mehr als 5 % vom Durchschnittskurs der Aktien der Gesellschaft in der Schlussauktion im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Handelstage vor dem Erwerb der Aktien nach unten oder oben abweichen. Die zurückgekauften Aktien sind zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Aktienoptionen bestimmt, die aufgrund der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, an sonstige Führungskräfte oder Mitarbeiter ausgegeben worden sind oder ausgegeben werden. Insgesamt wurden in der Zeit vom 15. März 2007 bis zum 20. September 2007 370.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 65,35 € erworben. Die Anschaffungskosten in Höhe von 24.198 T € (inklusive Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 20 T €) wurden in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen.

Der gesamte Bestand an eigenen Aktien belief sich zum 30. September 2007 auf 702.780 Stück. Die Anschaffungskosten in Höhe von 43.693 T € (inklusive Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 39 T €) wurden in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen.

Aktienoptionsprogramm.
Wincor Nixdorf hat seit 2004 insgesamt vier Aktienoptionsprogramme für Führungskräfte aufgelegt, für die jeweils die nachfolgenden Bedingungen gelten:

Die Haltezeit der Optionen beträgt zwei Jahre. Jede Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Es gibt keine Begrenzung des Bezugsgewinns. Der Ausübungspreis entspricht jeweils 110 % des Ausgangswerts zum Zeitpunkt der Überlassung der Aktienoptionen; dabei sind Ausschüttungen, insbesondere Dividendenzahlungen, und etwaige Bezugsrechte oder sonstige Sonderrechte während der Laufzeit der jeweiligen Aktienoptionen zu berücksichtigen. Die Erfolgsziele wurden während der Laufzeit des Programms nicht nachträglich abgesenkt. Voraussetzung für den verbindlichen Erwerb und die Ausübung der Aktienoptionen ist ein Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft im Verhältnis 1:10 (Aktien:Aktienoptionen); diese Aktien müssen ihrerseits während der gesamten Haltefrist von zwei Jahren gehalten werden. Die Option muss innerhalb von zehn Tagen nach Ablauf der Haltezeit ausgeübt werden. Die Ablösung der Optionen kann die Gesellschaft über die Zuteilung von Aktien oder Barausgleich vornehmen. Der Optionshalter muss grundsätzlich bis zum Ende der Haltezeit im Unternehmen beschäftigt bleiben.

Die den einzelnen Programmen zugrunde liegenden Annahmen stellen sich wie folgt dar (Die Werte wurden entsprechend der Kapitalerhöhung angepasst.):

 

 

 

 

 

 

Programm 2004

Programm 2005

Programm 2006

Programm 2007

Anzahl ausgegebene Optionen

425.000

350.500

333.780

474.480

Beizulegender Wert der Option

2,61 €

3,49 €

5,63 €

8,88 €

Ausübungspreis der Option zum Zeitpunkt der Ausgabe

22,55 €

34,57 €

58,51 €

69,40 €

Erwartete Volatilität

32,6 %

23,06 %

26,9 %

28,0 %

Laufzeit der Option

2 Jahre

2 Jahre

2 Jahre

2 Jahre

Erwartete Dividenden

1,51 €

2,17 €

2,60 €

3,40 €

Risikoloser Zinssatz

2,5 %

2,5 %

3,156 %

4,0 %

Fluktuationsrate

3,6 %

3,3 %

3,4 %

3,6 %

Durch die Kapitalerhöhung hat sich in Übereinstimmung mit den Bedingungen der einzelnen Aktienoptionsprogramme jeweils die Anzahl der Aktienoptionen verdoppelt und der Ausübungspreis halbiert. Die zum Stichtag 30. September 2007 ausgewiesenen Aktienoptionen setzen sich ausschließlich aus den Aktienoptionsprogrammen 2006 und 2007 zusammen. Das Programm 2006 läuft im März 2008, das Programm 2007 im Februar 2009 aus. Die durchschnittliche, gewichtete Restlaufzeit der beiden Aktienoptionsprogramme beträgt ca. ein Jahr.

Die beizulegenden Werte der Optionen wurden jeweils mittels der Black-Scholes-Merton-Formel von einem externen Gutachter ermittelt. Die erwarteten Volatilitäten für die einzelnen Programme wurden wie folgt ermittelt: Für das Programm 2004 wurde der Durchschnitt der historischen Volatilität von elf börsennotierten Unternehmen, die vergleichbare Produkte und Dienstleistungen anbieten, verwendet. Die erwartete Volatilität des Programms 2005 wurde ermittelt als Durchschnitt aus der historischen 3-Monats- sowie der 1-Jahres-Volatilität der Wincor Nixdorf-Aktie. Die für das Programm 2006 erwartete Volatilität ergab sich als Durchschnitt aus der historischen 3-Monats- sowie der 1-Jahres- und 18-Monats-Volatilität der Wincor Nixdorf-Aktie. Die erwartete Volatilität des Programms 2007 entspricht der historischen 2-Jahres-Volatilität der Wincor Nixdorf-Aktie.

Am 31. März 2007 ist die Haltezeit für das Aktienoptionsprogramm 2005 abgelaufen. Von den 350.500 ausgegebenen Aktienoptionen (Verdoppelung aufgrund Kapitalerhöhung) sind 321.040 Optionen ausgeübt worden. Im Ausübungszeitraum betrug der durchschnittliche Aktienkurs 69,51 €. Die Ablösung der Aktienoptionen ist über die Zuteilung von Aktien (13.500 Aktienoptionen), die am Markt erworben wurden, und Barausgleich (307.540 Aktienoptionen) vorgenommen worden. Der Barausgleich wurde auf Basis des durchschnittlichen Aktienkurses von 69,51 € vorgenommen. Der Gesamtanteil der erworbenen und übertragenen Aktien am Grundkapital betrug 0,04 %. Es hat sich keine Veränderung der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien ergeben. Der hierauf entfallende Aufwand ist ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet worden. Das Programm 2004 ist im Vorjahr abgelaufen und wurde analog behandelt. Der für die Programme in der Kapitalrücklage erfasste Personalaufwand wurde in die Gewinnrücklage umgebucht.

Die Entwicklung der Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:

 

 

 

 

 

 

2006/2007

2005/2006

 

Anzahl

durch-
schnitt-
licher Aus-
übungspreis

Anzahl

durch-
schnitt-
licher Aus-
übungspreis

Stand 1. Oktober

684.280

46,25

775.500

27,98

Zusage

474.480

69,40

333.780

58,51

Ausgeübte Aktienoptionen

321.040

34,57

398.500

22,55

Verfallene Aktienoptionen

50.740

47,19

26.500

22,55

Stand 30. September

786.980

64,91

684.280

46,25

Ausübbar am 30. September

0

0

Im Geschäftsjahr sind für die Aktienoptionsprogramme Personalaufwendungen in Höhe von 2.253 T € (2005/2006: 1.351 T €) angefallen. Die Kapitalrücklage ist um diesen Betrag erhöht worden. Der anteilige Personalaufwand für das Aktienoptionsprogramm 2005 (238 T €) ist zusammen mit dem entsprechenden Vortrag der Kapitalrücklage für das Aktienoptionsprogramm 2005 (903 T €) in die Gewinnrücklagen umgebucht worden.

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