
Das neue Kassensystem wird die Shops in aller Welt online mit der Zentrale in Spanien verbinden.
Eine global einsetzbare, vollständige Lösung.
Jetzt herrscht Anpassungsbedarf. »Wir brauchen ein neues System mit neuer Technologie, das mit dem Unternehmen wachsen kann«, weiß Gabriel Moneo. Daher soll für die POS-Hardware wie auch für die -Software kurz- bis mittelfristig ein umfassendes Updating durchgeführt werden. Ausschlaggebend für die Wahl von Wincor Nixdorf: »Es ist eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Retail-Sektor, und zwar sowohl bei der Herstellung von Hardware als auch bei der Entwicklung spezieller Software«, so der IT Managing Director von Inditex.
Im Wesentlichen beinhaltet das Projekt die Lieferung von POS-Systemen für bestehende, vor allem aber für neue Geschäfte sowie die Software TP.net bzw. Lizenzen dieser Software für eine Applikation in den einzelnen Geschäften entsprechend ihren jeweiligen Anforderungen. Die Vorteile der Software TP.net sind dabei ihre offene Architektur, eine hohe Funktionalität und die vorhandene EFT-Schnittstelle. Damit wird sie für Inditex zu einer global einsetzbaren und vollständigen Kassenlösung, die bereits 80 Prozent der Anforderungen von Inditex abdeckt und die das Modeunternehmen in Eigenregie verändern kann.
Javier Jiménez, Software Manager bei
Wincor Nixdorf, hat mit einem Team aus
eigenen und InditexExperten die Applikation
an die Wünsche des Kunden angepasst.
Maßgeschneidert in La Coruña und Paderborn.
Ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit besteht im Customizing der Applikationen in jenen Ländern, in denen Inditex präsent ist und Unterstützung bei seinen Expansionsplänen benötigt. Wincor Nixdorf Software Manager Javier Jiménez: »Wir haben mit einem Team aus eigenen und Inditex-Experten in den vergangenen Monaten ein umfassendes Evaluierungs-Programm durchgeführt. Dabei wurden die Inditex-Mitarbeiter im Paderborner Headquarter in der Anwendung des Programms geschult und gleichzeitig die Applikationen an die Wünsche des Kunden angepasst.«
Im Mittelpunkt des internationalen Projekts steht derzeit ein Geschäft am Inditex-Hauptsitz in La Coruña, das sich – wie alle Läden der Inditex-Gruppe - mitten in einer Shopping-Zone befindet. Dort werden im Rahmen eines Pilotprojekts permanent Anpassungen und Modifizierungen im Hinblick auf die Inditex-Wünsche und -Bedürfnisse durchgeführt. Auch in den neu eröffneten Läden des Unternehmens in der Slowakei läuft das Programm bereits auf den POS-Systemen (Glossar) von Wincor Nixdorf. Und: »Sobald die Software komplett an unsere Anforderungen angepasst ist, werden wir sie und auch neue POS-Systeme zunächst in den neu eröffneten Stores einsetzen«, betont Inditex IT Managing Director Moneo. »Langfristig soll das Programm aber in allen unseren Geschäften weltweit zum Einsatz kommen.« Die Installation der Software soll dabei von Spanien aus erfolgen, die Updates will man online aufspielen.
Die Zeitschiene, in der das Projekt realisiert werden soll, ist flexibel ausgelegt. Vor allem deshalb, weil jedes der 68 Länder, in denen Inditex präsent ist, eigene Anforderungen und Besonderheiten auf dem Plan hat. In den Ländern mit ähnlichen Konstellationen wie in Spanien soll die Software möglichst sofort, in anderen je nach den vorherrschenden Bedingungen in einem Zeitraum von vier bis sechs Monaten installiert werden. Gemanagt wird das Ganze von Spanien aus in enger Kooperation zwischen Inditex und Wincor Nixdorf. Das gilt auch für den internationalen Rollout (Glossar) , den gemischte Teams in den jeweiligen Ländern gemeinsam durchführen werden.
