Unser vorrangiges Ziel ist es, den Unternehmenswert von Wincor Nixdorf nachhaltig zu steigern. Dies erfordert langfristiges Denken und Handeln. Erfolgskriterien, an denen wir die nachhaltige Wertsteigerung messen, sind wachsende Ertragskraft, innovative Produkte und Lösungen, steigende Renditen sowie neue und sichere Arbeitsplätze.
Wincor Nixdorf möchte weiterhin Umsatz und Gewinn kontinuierlich steigern und dabei über dem Branchendurchschnitt liegen. Die Ziele des Konzerns sind durchgängig so formuliert, dass alle Maßnahmen und Prozesse auf profitables Wachstum des Konzerns ausgerichtet sind.
Das Vergütungssystem zeichnet sich durch einen hohen Anteil an variablen Gehaltsbestandteilen aus. Es kommt in sämtlichen Bereichen des Konzerns – von der Produktion bis hin zum Management – zum Einsatz.
Der Wincor Nixdorf-Konzern steuert das operative und nicht operative Geschäft über verschiedene finanzielle und nicht finanzielle Kenngrößen, die auf Konzernebene in zentrale Steuerungsgrößen einfließen. Die verwendeten Steuerungsgrößen sind aufeinander abgestimmt und ineinander verzahnt. Wir messen den Erfolg auf Ebene der Regionen, der Vertriebsgesellschaften und Beteiligungen, der Kerngeschäftssegmente Banking und Retail, der Geschäftsarten Hardware und Solutions/Services, der Produktions- und Entwicklungsbereiche sowie der zentralen Verwaltungsbereiche.
Kenngrößen auf der Ebene der Regionen, der Vertriebsgesellschaften, der Kerngeschäftssegmente Banking und Retail sind in erster Linie Umsatzerlös- und Ergebniswachstum, die operative Marge und der Cashflow. Die operative Performance wird zusätzlich anhand von Ergebnistreibern wie Produkterlöswachstum und Wachstum im Lösungsgeschäft (Software, Beratung und Services) gemessen. Weitere Kenngrößen sind Bruttoergebnisse und -margen, die Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie das Working Capital.
Unseren globalen Produktions- und Entwicklungsverbund steuern und beurteilen wir anhand von Leistungskennzahlen, die auf einen möglichst effizienten Mitteleinsatz ausgerichtet sind. Wir bewerten aber auch die Qualität, die Liefertreue und den Warenumschlag.
Bei den zentralen Verwaltungsbereichen achten wir darauf, dass jährliche Faktorkostenerhöhungen durch Produktivitätsfortschritte und Skaleneffekte möglichst kompensiert werden.
Das nicht operative Geschäft steuern wir mit wertorientierten Kenngrößen. Im Mittelpunkt stehen hier das Finanzergebnis (Finanzaufwendungen ./. Finanzerträge) und die Konzernsteuerquote.
Alle operativen und nicht operativen Erfolgsbestandteile gehen in die Kennzahl Ergebnis je Aktie ein. Diese Kennzahl vergleicht den Ergebnisanteil der Aktionäre der Wincor Nixdorf AG mit der durchschnittlichen Zahl an ausstehenden Wincor Nixdorf-Aktien.
Der Ausgangspunkt aller Steuerungs- und Kontrollprozesse ist die strategische Planung. Auf Konzernebene wird zunächst eine stark verdichtete Mehrjahresplanung mit den künftigen Wachstums- und Ergebnistreibern aufgestellt. Daraus leiten sich mittelfristige Ziele für die Kerngeschäftssegmente Banking und Retail ab. Gleichzeitig legen wir fest, in welche Bereiche nachhaltig investiert werden soll.
Im Anschluss daran wird die Mehrjahresplanung übertragen auf Vertriebsgesellschaften und Beteiligungen, auf Geschäftsarten, Produkte und Lösungen, auf Produktions- und Entwicklungsbereiche sowie auf kundennahe und unterstützende Funktionen. Ausgehend von der Mehrjahresplanung werden dann im Rahmen der operativen Planung Budgetziele festgelegt und in einem iterativen Prozess erhärtet.
Ergeben sich im Planungsprozess negative Abweichungen zwischen den Konzernzielen und den Einschätzungen der beteiligten Planungseinheiten, versuchen wir, diese durch unser Wachstumsprogramm (»Road to the Top«) und das Programm zur Steigerung der Profitabilität (»ProImprove«) zu schließen.
Im Rahmen der operativen Planung erstellen wir ein Risiken- und Chancenportfolio, das als Grundlage für unser operatives Risiko- und Chancenmanagement sowie für die risikoorientierte Prüfungsplanung der internen Revision dient.
Mit den monatlich rollierenden Forecast-Prozessen werden die Zielerreichung gemessen und eventuelle Planabweichungen identifiziert. Wir sind damit in der Lage, bei negativen Abweichungen frühzeitig entsprechende Maßnahmen umzusetzen.
Unsere Planungs-, Kontroll- und Berichtsprozesse werden durch integrierte Informationssysteme abgebildet. Sie stellen die kontinuierliche Steuerung und Kontrolle der Unternehmenseinheiten sicher. Die Informationssysteme dienen außerdem dazu, über verschiedene Organisationseinheiten und Informationssysteme hinweg Auswertungen vorzunehmen und so den Entscheidungsprozess zu unterstützen, falls wir negativen Entwicklungen gegensteuern müssen.

