Durch die Überarbeitung des IAS 1 ist die Bilanz nach Fristigkeiten strukturiert. Sie ist unterteilt in lang- und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden sowie in Eigenkapital, wobei im Eigenkapital jetzt auch die Minderheitsanteile gezeigt werden.
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Vermögenslage. |
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in Mio. € |
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30.09.2006 |
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30.09.2005 |
Aktiva |
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Immaterielle Vermögenswerte |
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384 |
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401 |
Sachanlagen und Finanzanlagen |
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105 |
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106 |
Langfristige Forderungen und andere Vermögenswerte |
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35 |
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44 |
Langfristige Vermögenswerte |
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524 |
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551 |
Vorratsvermögen |
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313 |
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224 |
Kurzfristige Forderungen und andere Vermögenswerte |
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315 |
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284 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
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10 |
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51 |
Kurzfristige Vermögenswerte |
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638 |
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559 |
Gesamtvermögen |
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1.162 |
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1.110 |
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Passiva |
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Eigenkapital (inkl. Minderheitsanteile) |
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275 |
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234 |
Pensionsrückstellungen und Sonstige Rückstellungen |
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47 |
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143 |
Finanzverbindlichkeiten |
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192 |
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174 |
Übrige langfristige Verbindlichkeiten |
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15 |
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13 |
Langfristige Schulden |
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254 |
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330 |
Sonstige Rückstellungen |
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140 |
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115 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
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212 |
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195 |
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten |
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281 |
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236 |
Kurzfristige Schulden |
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633 |
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546 |
Gesamtkapital |
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1.162 |
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1.110 |
Die Bilanzsumme von Wincor Nixdorf belief sich zum Bilanzstichtag auf 1.162 Mio. €. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr um 52 Mio. € und damit um 4,7 % gestiegen. Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 524 Mio. € (i.V. 551 Mio. €), die kurzfristigen Vermögenswerte auf 638 Mio. € (i.V. 559 Mio. €).
Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte haben sich die immateriellen Vermögenswerte um 17 Mio. € auf 384 Mio. € (i.V. 401 Mio. €) verringert. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Amortisation von Produkt-Know-how in Höhe von 20 Mio. € (i.V. 26 Mio. €), das im Rahmen der Ausgründung aus dem Siemens-Konzern (Carve-out) bilanziert wurde. Auf gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen wurden Abschreibungen in Höhe von 7 Mio. € vorgenommen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 9 Mio. €.
Die Sachanlagen haben sich um 2 Mio. € vermindert. Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 40 Mio. € umfassen im Wesentlichen Spezialwerkzeuge, IT-Ausstattung sowie andere Betriebs- und Geschäftsausstattungsgegenstände. Die Abschreibungen beliefen sich auf 29 Mio. €. Fremdgenutztes Immobilienvermögen mit einem Marktwert in Höhe von 15 Mio. € haben wir auf den Wincor Nixdorf Pension Trust e.V. übertragen, um Pensionsansprüche abzusichern.
In den langfristigen Vermögenswerten sind die reparablen Ersatzteile in Höhe von 16 Mio. € (i.V. 13 Mio. €) enthalten. Fallen reparable Teile von Wincor Nixdorf- oder Fremdprodukten aus, werden sie im Rahmen eines Logistik- und Reparaturprozesses durch Wincor Nixdorf oder andere Dienstleister bearbeitet und dem Ersatzteilbestand wieder zugeführt. Die reparablen Ersatzteile werden branchentypisch als langfristig dargestellt.
Die gute Auftragslage des Konzerns hat sich auf die kurzfristigen Vermögenswerte ausgewirkt. So erhöhten sich die Vorräte um 89 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 21 Mio. € nach Durchführung eines Factorings in Höhe von 30 Mio. €.
Durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens nahmen die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie Rechnungsabgrenzungsposten um 10 Mio. € auf 50 Mio. € (i.V. 40 Mio. €) zu.
Das aktive Management von kurzfristigen Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten verminderte die Guthaben und damit die Verbindlichkeiten um 41 Mio. €.
Das Eigenkapital inklusive der Minderheitsanteile erhöhte sich im Geschäftsjahr 2005/2006 um 41 Mio. € auf 275 Mio. € (i.V. 234 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt damit 24 % (i.V. 21 %).
Wesentliche Veränderungen im Eigenkapital ergaben sich durch die Marktbewertung der Cashflow-Hedges in Höhe von 7 Mio. € und durch die Auszahlung des Optionsprogramms 2004 in Höhe von 11 Mio. €, vermindert um Steuereffekte in Höhe von insgesamt 7 Mio. €. Die sonstigen Veränderungen des Eigenkapitals haben wir im Konzernanhang in der Aufstellung »Entwicklung des Eigenkapitals« beschrieben.
Die langfristigen Rückstellungen des Konzerns für Pensionen, Steuern, Umweltschutz und Personal verminderten sich um 96 Mio. € auf 47 Mio. € (i.V. 143 Mio. € ). Dieses ist im Wesentlichen begründet durch die Saldierung von Pensionsverpflichtungen mit Planvermögen in Höhe von 128 Mio. €.
Die langfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns. Sie belaufen sich auf 192 Mio. € (i.V. 174 Mio. €). Wincor Nixdorf hat zur Absicherung von Pensionsansprüchen neben Immobilienvermögen und Forderungen auch Zahlungsmittel in Höhe von 84 Mio. € an den Wincor Nixdorf Pension Trust e.V. abgetreten. Der Konzern nutzte für diesen Mittelabfluss hauptsächlich den operativen Cashflow des laufenden Jahres.
Die Konsortialkreditfinanzierung besteht aus einer Revolving Facility über 350 Mio. € für die Wincor Nixdorf AG und die Wincor Nixdorf International GmbH mit einer Laufzeit von sieben Jahren bis zum 1. August 2012. Das Bankenkonsortium hat seine Mittel mit Laufzeiten von 1, 2, 3, 6 oder 12 Monaten – nach Vereinbarung auch mit anderen Laufzeiten – zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung orientiert sich am EURIBOR-Zinssatz zuzüglich einer Marge.
Durch diese Finanzierung hat sich die finanzielle Flexibilität des Konzerns erhöht, weil durch den revolvierenden Charakter der Facility das Kreditvolumen während der gesamten Laufzeit zur Verfügung steht und – bis zum Laufzeitende nach sieben Jahren – keine laufenden Tilgungsverpflichtungen bestehen.
Die kurzfristigen Rückstellungen für das operative Geschäft belaufen sich auf 140 Mio. € (i.V. 115 Mio. €). Sie decken die Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Verzugs- und Vertragsstrafen, drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften sowie gegenüber dem Personal ab.
Die in den kurzfristigen Schulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um 62 Mio. €.

