IAS 1 „Presentation of Financial Statements“

Bedingt durch die Überarbeitung des IAS 1 ist die Bilanz nach Fristigkeiten zu strukturieren. Es erfolgt eine Unterteilung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden sowie Eigenkapital, wobei im Eigenkapital nunmehr auch die Anteile in Fremdbesitz gezeigt werden.

Kurzfristige Vermögenswerte sind solche Vermögenswerte,

  • die sich innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens umschlagen,
  • die primär zu Handelszwecken gehalten werden,
  • deren Realisation innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird oder
  • bei denen es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente handelt.

Kurzfristige Schulden sind solche Schulden,

  • deren Erfüllung im Rahmen des normalen Geschäftszyklus erwartet wird,
  • die primär zu Handelszwecken gehalten werden,
  • die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden oder
  • bei denen das Unternehmen kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Verpflichtung um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag hat.

Diese Abgrenzung führt zu einer Veränderung der Bilanzgliederung der Wincor Nixdorf AG im Geschäftsjahr 2005/2006. Die Konzernbilanz zum 30. September 2005 ist entsprechend angepasst worden. Es ergibt sich eine Aufteilung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Vermögenswerte, der sonstigen Rückstellungen, der Finanzverbindlichkeiten und der sonstigen Verbindlichkeiten in lang- und kurzfristige Bestandteile. Weiterhin werden die Rechnungsabgrenzungsposten unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt.

Darüber hinaus gelten für diesen Konzernzwischenbericht, der nach den Vorschriften des IAS 34 „Interim Financial Reporting“ erstellt wurde, mit Ausnahme der oben beschriebenen Abweichungen die gleichen Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Berechnungsmethoden wie für den Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005. Eine Darstellung der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Einzelnen im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2005 erläutert.