Unternehmensgeschichte

Viele deutsche Unternehmen sind untrennbar verbunden mit den Namen und Leistungen ihrer Gründer. Und bei einigen ist dieser Name nicht nur bis heute Bestandteil des Unternehmensnamens, sondern zugleich auch Symbol und Versprechen. So wie bei Wincor Nixdorf.

Das Beste aus zwei Welten

Der Ursprung des Unternehmens geht auf den Computer-Pionier Heinz Nixdorf zurück; einen Teil des heutigen Renommees hat Wincor Nixdorf aber auch der langjährigen Zugehörigkeit zum Siemens-Konzern zu verdanken.

Computerpionier Heinz Nixdorf legte den Grundstein

Als Heinz Nixdorf 1952 den Grundstein für die Nixdorf Computer AG legte, war er vielen Menschen seiner Zeit voraus. Nicht allein, weil er die Möglichkeiten von Computern vorhersah. Er wusste diese Erkenntnisse in nutzbringende Anwendungen in der Praxis umzusetzen. Kreativität und Innovationsfähigkeit waren für ihn keine Fremdworte, sondern gelebter Alltag. Bis Mitte der 80er Jahre baute er sein Unternehmen zum viertgrößten Computerkonzern Europas aus, übernahm dabei in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle.

Integration in die Siemens Organisation

1990 - vier Jahre nach dem Tode Nixdorfs – wurde die Nixdorf Computer AG von der Siemens AG übernommen, die Siemens Nixdorf Informationssysteme AG entstand. Die Geschäftsfelder ”Lösungen für den Einzelhandel” und ”Lösungen für Banken” wurden in die Siemens-Organisation integriert und damit die Grundlage für Wachstum geschaffen. Nicht zuletzt mit dem Namen eines weltweit bekannten und erfolgreichen Konzerns im Rücken konnten zahlreiche Kunden und Projekte gewonnen werden.

Expansion nach Umstrukturierung und Rationalisierung

Nach Umstrukturierungen und Rationalisierungen innerhalb der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG, die zwischen 1992 und 1994 zu positiven Betriebsergebnissen führten, folgte 1995 die erste große Expansionswelle. Produkt- und Serviceangebote wurden erweitert, die Internationalisierung weiter vorangetrieben. Mit Erfolg: 1996-97 erfuhr das Unternehmen einen enormen Wachstumsschub. Geschäftsbereiche wie ”Zentrale Handelslösungen” (Enterprise Solutions) sowie Produktlösungen für Lotteriegesellschaften entstanden.

Profil im Bereich Handel und Banken weiter geschärft

1998 wurde die eigenständige Siemens Nixdorf Retail and Banking Systems GmbH gegründet, die bereits als 100prozentige Siemens-Tochtergesellschaft ihr Profil im Bereich Handel und Banken weiter schärfte. Die Entwicklung von Software-Lösungen für die beiden Geschäftsbereiche erhielten neben der Produktion entsprechender Geräte und Systeme zunehmendes Gewicht.

Als Wincor Nixdorf in rund 100 Ländern vertreten

Mit der Herauslösung aus dem Siemens-Konzern und der Übernahme durch Kapitalbeteiligungsgesellschaften von Kohlberg Kravis Roberts und Goldman Sachs Capital Partners präsentiert sich Wincor Nixdorf seit dem 1. Oktober 1999 als selbständiges Unternehmen, das sich global aufstellt. Heute ist Wincor Nixdorf in 41 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und in mehr als 60 Ländern durch Partnerunternehmen vertreten.

Angebot um IT-Serviceleistungen erweitert

Das Angebot für Banken und Handelsunternehmen (Geschäftsfelder Retail und Banking) wurde seitdem um IT-Serviceleistungen erweitert. Damit ist Wincor Nixdorf nun in der Lage, bei seinen Kunden als Komplettanbieter aufzutreten. Geboten werden neben Geräten und Systemen (Hardware) auch Software, Beratungsleistungen und das gesamte Spektrum der dazugehörigen Serviceleistungen -- von der Installation der Geräte über Wartung bis hin zur Übernahme des Betriebs ganzer Geldautomaten-Netzwerke im Auftrag von Banken.

Erfolgreicher Börsengang

Nach der Umwandlung der Muttergesellschaft, der Wincor Nixdorf Holding GmbH, in eine Aktiengesellschaft ging das Unternehmen an die Börse. Seit dem 19. Mai 2004 werden die Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.