Prozessoptimierungen für das Gesundheitswesen
Die Einführung neuer Versichertenkarten für das Gesundheitswesen bringt für Bürger nicht nur ein neues Erscheinungsbild – z.B. durch auf der Karte versehene Bilder des Versicherten, sondern im zunehmenden Maße auch neue Funktionen. Die Reform des Gesundheitswesens in Deutschland sieht mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte auch eine Stärkung der Patientenrechte vor.
Schrittweise sollen der Umgang mit Rezepten für verschreibungspflichtige Medikamente, die Einsichtnahme in organisatorische Daten und medizinische Dokumente und die Entscheidung über das aktive Einstellen von persönlichen Informationen auf den Karteninhaber übertragen werden.
Die Digitalisierung und zentrale Ablage von Daten aus dem Gesundheitswesen ist die Grundlage vieler der europaweit mehr als 500 Projekte aus diesem Umfeld. Versehen mit einem wirksamen Sicherheitskonzept, kann autorisierter Zugang auf zentrale Daten von unterschiedlichen Seiten erfolgen. Somit können z.B. Doppelbehandlungen vermieden und Unverträglichkeiten im Vorfeld erkannt werden.
Für diese neue Art des Umgangs der IT mit Gesundheitsinformationen und Dienstleistungen spielen Kioskterminals eine wesentliche Rolle. Wincor Nixdorf entwickelt für die speziellen Anforderungen im Gesundheitsumfeld Kioskterminals, die die sichere und geschützte Kommunikation personenspezifischer Daten sicherstellen. Unter anderem wird ein integriertes Kartenlesegerät zur Authentifizierung des Users gemäß den gesetzlichen Vorgaben eingesetzt.
Neben den durch den Gesetzgeber vorgesehenen Aspekt der Sicherung der Patientenrechte tragen Kioskterminals aber auch erheblich dazu bei, Prozesse zu optimieren, administrativen Aufwand zu senken und potenzielle Fehlerquellen, etwa beim Ausfüllen auf Papier, zu reduzieren. Das System schafft dadurch entsprechende Freiräume für strategische und beratende Funktionen für die verschiedenen Teilnehmer des Gesundheitswesens.
Die Übertragung von standardisierten Prozessen, wie das Ausfüllen von Patienten- oder Versichertenfragebögen, die Terminvergabe via SB-System beim Leistungserbringer, die Ausgabe von Formularen der Kostenträger oder das Buchen und Bezahlen von Zusatzleistungen zeigen beispielhaft, wie Kiosksterminals auch in wirtschaftlichem Kontext attraktiv genutzt werden können. Bei der Prozessmigration können bereits vorhandene Anwendungen weitergenutzt werden. Dafür sorgt beispielsweise die Wincor Nixdorf Software-Entwicklung ProTopas/Suite, die die Möglichkeit bietet, Prozesse SB-gerecht darzustellen, ohne das die Applikation hierzu geändert werden müssen.
